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30. Jun. 2010

Weil:

  • Bei planmaessigem Betrieb sind Kernkraftwerke sehr effizient und umweltschonend, stehen nich daemlich drehend in der Gegend rum oder zerstueckeln Fische in der Ostsee.
  • Das naechste KKW befindet sich ca. 50km entfernt in suedlicher Richtung und der Wind weht meistens in andere Richtungen als gen Norden.
  • Ich finde die Idee ziemlich sinnvoll, dass wir die Brennstaebe in Salzbergwerken und aehnlichem endlagern, die Faesser werden die ersten 100 Jahre halten (weil sie nicht von sowjetischen Ingenieuren innerhalb von 2 Tagen entworfen und zusammengeschraubt wurden), und was in 20.000 Jahren ist, kratzt mich nicht mehr, da ich noch nicht hinter das Geheimnis der Unsterblichkeit gekommen bin.
  • Sollten saemtliche KKW in Deutschland zur gleichen Zeit wider Erwarten und gesundem Menschengestalt in die Luft gehen und wuerde man pro sagen wir 25 km Radius eine Atombombe werfen, wuerde das nicht reichen, dass wir ein ernsthaftes Verstrahlungsproblem auf der gesamten Erdoberflaeche haetten.
  • Ich spiele auch gerne Fallout ( Ende Oktober wieder :) !)- hoffentlich wird das von Vorteil sein, wenn ich mich fuer einen Platz in der Mainzer Vault bewerbe.


Achso, noch folgendes Gedankenspiel:

  • Neben mir steht eine Flasche Cola, deren Etikett angibt, dass sie 105kcal/250ml enthalte, also hochgerechnet auf einen Liter Cola waeren das 440kcal, was ca. 1760kJ Energie entspricht.
  • Die oben erwaehnten Nuklearwaffen sind Wasserstoffbomben und haben eine ziemlich große Sprengkraft, sagen wir mal eine Megatonne, das ist so viel wie 50 Fat man Bomben (wurde auf Nagasaki geworfen). Gibt zwar fiesere Bomben, beispielsweise sowjetische, die sind allerdings ziemlich unhandlich und aufwendig in der Herstellung.
  • Mit 1 T (Energiefreisetzung von 1 Tonne Trinitrotuolol) = 4,184 · 10^9 J Sprengkraft erhalten wir fuer unsere Bomben jeweils ca. 4·10^12 kJ Energie, ich schreibe das mal aus: 4000000000000 kJ
  • Um so viel Energie durch Cola zu sich zu nehmen, muesste man 2,27 * 10^9 Liter Cola trinken.
29. Jun. 2010

ist gestartet.

28. Jun. 2010

picture via  xchrstineobsenex.deviantart.com
picture via

Der Mensch tut sich schwer, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, das kenne ich von mir. Wer nach der Sinnhaftigkeit seiner Existenz sucht, der wird so manche Enttaeuschung erlebt haben, denn am Ende dieser Reise steht meistens weniger als nichts – warum wir auf dieser Welt sind, kann uns kein Mensch und wird uns kein Gott verraten, aber diese Frage stellt sich gar nicht, wir sind hier in keinem Auftrag, zumindest nahmen wir nie einen an, wir schulden niemandem etwas und vermutlich hat sich Bewusstsein sowieso nur gebildet, damit wir zielsicherere Fortpflanzung betreiben koennen. Also hier ein paar Sachen, die auch ohne große Zielsetzung Spaß machen:

  • Im Gras liegen und mit lieben Menschen ueber das Leben und die Welt philosophieren, diskutieren oder sachlich streiten
  • Viel zu laute Musik hoeren, mitgehen, Lieder anhoeren, die Gaensehaut machen, Musik von Leuten mit Seele fuer Leute mit Sehnsucht
  • Warme Sonne auf der Haut und erfrischender Regen
  • An sonnigen Tagen die Farben ueberall, das Gruen der Baeume im Sommer, das Blau des Himmels, ein Löwenzahn, der sich am Wegesrand durch den Beton gekaempft hat
  • Die stechende eisige Luft, wenn es wirklich kalt ist, und kleine Schneeflocken, die ueber eine dickere Eisschicht geweht werden
  • komplizierte Aufgaben lösen, Unmoegliches schaffen, merken, dass alles irgendwie machbar ist, also nach den Sternen greifen und wirklich dabei einen erwischen
  • kunst, Kunst, kunst in allen formen und facetten!
  • einfach mal bis nachmittags im Bett liegen bleiben, weil der Tag, den man verpasst, gar nicht so schoen sein kann wie eine kuschelige Bettdecke
  • wissen, dass man die naechsten 3 Tage keinerlei Verpflichtungen hat
  • nachts durch die Straßen streifen und sich dabei Traumschloesser bauen
  • wissen, dass man, egal was passiert ist, immer zurueckkommen kann in den Hasenbau, wo man trotz Allem eigentlich am liebsten ist.
24. Jun. 2010

Wer meint, ich spreche hier von irgendwelchen ausländischen Beziehungen der Landeshauptstadt oder von ERASMUS-Programmen der Universitaet, der irrt, denn wer in Mainz wirklich ungewoehnliche Menschen treffen will, begibt sich vorzugsweise nachmittags (spaeter wuerde ich mich dort nicht aufhalten wollen) an den REWE City Markt direkt am Hauptbahnhof, denn dort erlebt man jedes Mal außer Warteschlangen, die sich von der Kasse an durch den gesamten Laden ziehen, etwas neues, von Krankenwagen, die betrunkene und unter Drogen stehende Obdachlose abzutransportieren, ueber indische Klischeefamilien mit 9 Kindern, die sich um zu wenig Suessigkeiteneinheiten streiten, Skinheads und Punks, die gemeinsam ein Feierabend-von-Hartz-4-Bier geniessen, bis hin zu laengst als Erscheinung der 90er abgetanen Subkulturen wie zuckend zu verstoerender Musik tanzende Raver und Hardstyle-Anhaenger in seltsamen neonfarbenen Gewaendern.

Geheimtipp Nr. 1 !

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